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Glossar

Glossar der Fachbegriffe rund um die refraktive Laserchirurgie

Hier haben wir für Sie alle Fachbegriffe rund um die Augenlaser-Behandlung, die so genannte refraktive Chirurgie, zusammengestellt. Mit einem Klick auf den jeweiligen Anfangsbuchstaben finden Sie zum gesuchten Begriff!

Sind Sie der Ansicht, dass im Lexikon etwas fehlt? Kontaktieren Sie uns – wir schaffen schnellstmöglich Abhilfe und ergänzen das Glossar.

A Aberrationen Aberrometer Aberrometrie-gesteuerte LASIK AkkommodationAlterssichtigkeit oder Presbyopie Amblyopie Argon-Laser Astigmatische Keratektomie Astigmatismus Augenlaser
B Behandlung von grauem Star Behandlung/Therapie von grauem StarBrechkraft oder Refraktion
C Cataract, Katarakt, Grauer Star
D Dioptrien
E Emmetropie Excimerlaser Eye-Tracker
F Fehlsichtigkeit oder Ametropie Femto-LASIK oder LASIK ohne MesserFemtosekunden-Laser Flap
G GOÄ, Gebührenordnung für Ärzte Grüner Star oder Glaukom
H Halo Holmium-Laser Honorarvereinbarung HornhautepithelHornhautverkrümmung Hyperopie
I ICR, intrastromaler cornealer Ring IGEL Indikation Intra-LASIK oder LASIK ohne Messer
K Künstliche Linse (IOL) Keratokonus Keratom oder MikrokeratomKontraindikation Kurzsichtigkeit oder Myopie
L LASEK Laser Laser-Thermo-Keratoplastik (LTK) LASIK (Laser in situ Keratomileusis) LASIK-Verfahren Linsenchirurgie LinsenersatzLinsenimplantate Lokalanästhesie
M Maßgeschneiderte Laserbehandlung (Customized Ablation)
O Objektive Refraktion Optisches System (des Auges)
P Pachymeter Phake Intraokularlinsen (PIOL) Photorefraktive Keratektomie (PRK) Postoperativ Präoperativ Pupillometer
R Radiäre Keratektomie (RK) Refraktive Chirurgie Refraktiver Linsentausch (RLE)
S Sammellinse Sicca-Syndrom/Sicca-Symptomatik (= „Trockenes Auge“) So entsteht der Laserstrahl Sphäre (Sph) Stabsichtigkeit (Astigmatismus oder Hornhautverkrümmung) Subjektive Refraktion
T Tonometrie Topographie Topographiegeführte LASIK Topolink
V Visus
W Wellenfront Wellenfront-Messung
Y YAG-Laser
Z Zerstreuungslinse Zylinder (Zyl)
Ü Überkorrektur, Unterkorrektur
Aberrationen zurück nach oben

Sind Brechungsfehler höherer Ordnung und sind mit einer Brille nicht zu korrigieren. Bei den meisten Augen sind diese auch tagsüber nicht störend, da sie sich vor allem nachts und in der Dämmerung bemerkbar machen. Bei hellem Tageslicht ist unsere Pupille klein, und das Licht fällt hauptsächlich entlang der optischen Achse in das Auge. Bei diesem zentralen Durchgang sind höhere Brechungsfehler schwächer ausgeprägt. Bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa in der Dämmerung, weitet sich die Pupille. Dann führen höhere Brechungsfehler zu sehr starken Beeinträchtigungen, weil das Licht jetzt auch durch abseits der optischen Achse liegende Randbereiche in das Auge gelangt. Die dabei auftretenden Störungen führen dazu, dass die Sehschärfe selbst bei normal sehenden Patienten (sog. Visus oder Sehschärfe 1,0 beziehungsweise 20/20) beeinträchtigt ist, sobald sich die Lichtverhältnisse verschlechtern. Besonders ausgeprägt sind diese Störungen bei Patienten mit hoher unregelmäßiger Stabsichtigkeit = irregulärer Astigmatismus

Wikipedia “Abbildungsfehler” bei Wikipedia
external Individuelle Wellenfront-LASIK
Aberrometer zurück nach oben

Gerät zur Bestimmung der Brechungsfehler höherer Ordnung (=Aberrationen)

external Maßgeschneiderte Laserbehandlung bei Optical Express
PDF “Wann Aberrometer, wann nicht?” (VSDAR)
Aberrometrie-gesteuerte LASIK zurück nach oben

Eine Laserbehandlung, die die mittels Aberrometer ermittelter Brechungsfehler höherer Ordnung korrigiert, nennt man Aberrometrie-gesteuerte LASIK.

Akkommodation zurück nach oben

Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung.

external Laserkorrektur der Augen
Wikipedia “Akkommodation (Auge)” bei Wikipedia
Alterssichtigkeit oder Presbyopie zurück nach oben

Mit zunehmendem Alter lässt bei jedem Menschen die Fähigkeit der Augenlinse nach, sich automatisch auf unterschiedliche Entfernungen scharf zu stellen, insbesondere geht dabei die Naheinstellungsfähigkeit des Auges verloren. Daher benötigt man zum scharfen Sehen in der Nähe eine “Lesebrille”.

Amblyopie zurück nach oben

Umgangssprachlich auch genannt Schwachsichtigkeit. Es handelt sich um eine Minderung der Sehschärfe durch funktionelle Störung der visuellen Entwicklung, die meist nur ein Auge betrifft.

Argon-Laser zurück nach oben

Im Gegensatz zum Excimer-Laser ist der Argon-Laser ein heißer Laser. Seine erste Anwendung in der Augenheilkunde liegt schon drei Jahrzehnte zurück. Dieser mit Argongas arbeitende Laser ist geeignet, die Netzhaut mit ihrer Unterlage zu verschweißen, z.B. zur Vorbeugung oder Behandlung von Löchern oder kleinen Netzhautablösungen. Er wird auch bei einer Reihe anderer Netzhauterkrankungen, z.B. diabetischen Netzhauterkrankungen, Venenthrombosen, Tumoren und manchen Formen der altersbedingten Makuladegeneration eingesetzt.

Astigmatische Keratektomie zurück nach oben

Hornhautverfahren, bei dem mit kleinen bogenförmigen Schnitten am Rande der Hornhaut eine Hornhautverkrümmung reduziert wird.

Astigmatismus zurück nach oben

Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit. Ist immer dann vorhanden, wenn die Hornhautoberfläche von der idealen Kugeloberfläche abweicht.

Wikipedia “Astigmatismus (Medizin)” bei Wikipedia
external link Laserkorrektur der Augen
Augenlaser zurück nach oben

Laser mit therapeutischem Einsatz in der Augenheilkunde. Eingesetzt u.a. zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten (Excimer-Laser), aber auch zur Behandlung von Netzhautveränderungen (Argon-Laser), Grünem Star oder Nachstar (YAG-Laser).

lexikon Siehe auch “Excimerlaser”
external “Excimerlaser” (englisch)
Behandlung von grauem Star zurück nach oben

Die Katarakt, grauer Star, bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen. Deswegen wird die Katarakt auch grauer Star genannt. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 600.000 Operationen durchgeführt, bei denen die getrübte Linse durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt wird.

Behandlung/Therapie von grauem Star zurück nach oben

Während der Ausbildung des Grauen Stars muss die Brille, auf Grund der veränderten Brechkraft (Refraktion) des Auges, häufig angepasst werden. Hierbei bedingt einerseits die Verdickung der Linse, andererseits aber auch die Verdichtung des Linsenkernes eine zunehmende Myopisierung, also eine Zunahme der Kurzsichtigkeit. Das bedeutet für den am Grauen Star Erkrankten, dass er zunehmend in der Nähe besser sehen kann als in der Ferne und seine vielleicht bislang nötige Lesebrille plötzlich nicht mehr braucht. Dieser Zustand wird in der Anfangsphase durch Anpassen der Gläser – vor allem für die Ferne – ausgeglichen. Helfen diese Maßnahmen nicht mehr, wird die Linse operativ entfernt, und eine Kunststofflinse eingesetzt. Außer dem chirurgischen Eingriff gibt es keine Möglichkeit, den Grauen Star zu behandeln. Diese Operation wird heute im Allgemeinen ambulant durchgeführt.

Die Komplikationsrate bei einer Katarakt-Operation ist heutzutage relativ gering, zumal diese der am häufigsten durchgeführte operative Eingriff am menschlichen Auge überhaupt ist. Man unterscheidet zwei verschiedene Vorgehensweisen:

Ohne Implantation einer Kunstlinse (so genannte Intraokularlinsen) würde man die Welt verschwommen wahrnehmen, da das Auge dann extrem (etwa 16 bis 18 Dioptrien) weitsichtig wäre (der Zustand, dass beide Augen unterschiedlich fehlsichtig sind, nennt sich auch Goetheblick, da Goethe mit einem Auge in der Ferne scharf sah und mit dem Partnerauge in der Nähe, so dass er zeitlebens keine Brille brauchte). Solch eine Linsenlosigkeit (Aphakie) wird dann mit einer Starbrille oder Kontaktlinse oder aber – in geeigneten Fällen – auch durch eine nachträgliche (sekundäre) Kunstlinsenimplantation korrigiert.

Nach Implantation einer Kunstlinse kann das Auge nicht mehr akkommodieren, d.h. auf verschiedene Distanzen scharf einstellen. Deshalb ist dann zum Lesen, wie bei der Alterssichtigkeit (Presbyopie), eine Lesebrille erforderlich. Insbesondere für junge Patienten, die bis zur Operation noch über ein volles Akkommodationsvermögen verfügten, stellt daher dieser Verlust der Akkommodationsfähigkeit durchaus eine erhebliche Minderung der Lebensqualität dar, da sie schlagartig alterssichtig werden wie ein 70-jähriger Mensch. Gegenstand der heutigen Forschung sind daher zum einen Kunstlinsen, die eine gewisse Akkommodationsfähigkeit des Auges erhalten sollen. Die bisherigen Ergebnisse sind jedoch zurückhaltend zu beurteilen. Zum anderen bieten neuere Entwicklungen bei multifokalen Intraokularlinsen inzwischen aber durchaus die Möglichkeit, bei entsprechendem Wunsch des Patienten ein „Leben ohne Brille“ zu führen.

Mit der Implantation von Intraokularlinsen eröffnet sich generell die Möglichkeit, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, sogar bei einer erheblichen Kurzsichtigkeit von über -20 Dioptrien. In diesem Fall ist es jedoch aus medizinischer Sicht erforderlich, beide Augen nacheinander zu operieren, da bereits bei einer Differenz der Gesamtbrechkraft beider Augen ab etwa 3 Dioptrien mit erheblichen Sehstörungen zu rechnen ist. Der Patient muss sich vor der Operation nur entscheiden, ob er nach den Eingriffen lieber ohne Fernbrille, aber mit einer Lesebrille leben möchte oder umgekehrt, damit die geeignete Stärke der Kunstlinsen ausgewählt werden kann. Wenn beide Augen operiert werden, wartet man zwischen den Eingriffen etwa vier Wochen ab, wobei im Einzelfall aber auch nur wenige Tage ausreichen. Nach der zweiten Operation dauert es nochmals etwa vier Wochen, bis der Heilverlauf abgeschlossen ist und sich eine stabile Situation eingestellt hat, so dass entsprechende Brillengläser angepasst werden können. Postoperativ werden im Standardfall für etwa drei bis vier Wochen antibiotische sowie entzündungshemmende Augentropfen angewendet und je nach Heilverlauf zwei, drei oder auch mehr augenärztliche Kontrollen durchgeführt.

Als Komplikationen können bei einer Kataraktoperation intraokulare Infektionen (d.h. im Augeninneren), Verletzung der nur wenige Mikrometer dicken Linsenhinterkapsel mit nachfolgendem Glaskörpervorfall, eine nach Tagen bis Wochen auftretende Schwellung der Netzhautmitte („zystoides Makulaödem“) mit einhergehender Sehverschlechterung und als Spätkomplikation eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel („Nachstar“) auftreten. Insbesondere bei höhergradig kurzsichtigen Patienten ist das Risiko einer späteren Netzhautablösung signifikant erhöht.

Brechkraft oder Refraktion zurück nach oben

Maß für die Strahlenablenkung der Lichtstrahlen auf einen Brennpunkt, wird in Dioptrien (dpt.) angegeben.

external linkLaserkorrektur der Augen

Cataract, Katarakt, Grauer Star zurück nach oben

Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse.

Dioptrien zurück nach oben

Maßeinheit der Brechkraft (Refraktion) des Auges, wird bei Kurzsichtigkeit in negativen und bei Weitsichtigkeit in positiven Werten angegeben.

external linkLaserkorrektur der Augen

Emmetropie zurück nach oben

Normalsichtigkeit

external linkLaserkorrektur der Augen

Excimerlaser zurück nach oben

Der Excimer-Laser ist ein Kaltlichtlaser – denn Hitzeeinwirkung schadet der empfindlichen Augenhornhaut genauso wie ein unpräziser Messerschnitt. Mit dem Excimer-Laser wird die Augenhornhaut schonend verändert und das angrenzende Gewebe nicht beeinträchtigt.

Die notwendige Präzision beim Einsatz des Excimer-Lasers wird durch aufwendige Computerprogramme sichergestellt. Deshalb war diese Methode vor 20 Jahren noch nicht möglich: Weder die Laser- noch die Computertechnologie waren damals weit genug entwickelt.

Die Lasertherapie ist ein direktes Verfahren. Sie setzt keine Brillengläser vor das Auge und keine Kontaktlinsen ins Auge – das Problem der Fehlsichtigkeit wird direkt am Auge selbst gelöst.

Das Ziel der Excimer-Laserbehandlung ist es, durch sanfte, flächige Abtragung von Hornhautgewebe die optischen Eigenschaften des Auges, also die Brechkraft, direkt zu verändern. Flächige Abtragung heißt, dass auf einer Fläche von sechs bis zehn Millimeter Durchmesser zentral in der Augenhornhaut weniger als ein Zehntel Millimeter der Dicke abgetragen wird. So präzise kann das nur mit dem Laser gelingen.

external Medizin-Technik bei Optical Express
external “Excimerlaser” (englisch)
Eye-Tracker zurück nach oben

Kontrollsysteme, die in moderne Augenlaser integriert sind und unwillkürliche, nicht zu unterdrückende Augenbewegungen automatisch ausgleichen, damit der Laserstrahl an der richtigen, laut Computerberechnung vorgesehenen Stelle appliziert wird.

external linkQualitätsmanagement

Fehlsichtigkeit oder Ametropie zurück nach oben

Brechkraftfehler, z.B. aufgrund eines zu kurz oder zu lang gewachsenen Auges. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden nicht auf der Netzhaut, sondern davor (Myopie, Kurzsichtigkeit) oder danach (Übersichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hyperopie) vereinigt. Bei einer starken Hornhautverkrümmung vereinigen sich die Lichtstrahlen auf der Netzhaut nicht punktuell, sondern werden gestreut.

Femto-LASIK oder LASIK ohne Messer zurück nach oben

Mit der Benutzung eines Femtosekunden-Lasers ist eine vollständige „nur-Laser“-Behandlung möglich, d.h. der LASIK-Flap und die Hornhautänderung werden ohne mechanische Geräte nur per Laser erzeugt. In den USA wurden mit dieser neuen Technik bereits mehr als 600.000 Eingriffe durchgeführt.

Die Vorteile
Mit einem Femto-Laser können die Dicke und der Durchmesser der Hornhautlamelle (Flap) für jeden Patienten individuell und präzise eingestellt werden.
Bereits die bisherige LASIK stellt ein überaus sicheres Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten dar. Die extrem seltenen Komplikationen konnten überwiegend auf den Flap-Schnitt zurückgeführt werden. Mit der Methode der Femto-LASIK kann diese geringe Rate weiter reduziert werden. Auch die Dicke des LASIK-Flaps ist noch besser definiert als beim konventionellen Keratom (Präzisionsmesser): Die Abweichungen zur vorgesehenen Dicke betragen nur noch 10µm statt 30µm. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist ca. 100µm dick. Insgesamt haben Studien eine 100fach höhere Genauigkeit der Schnitte gezeigt als beim bisherigen, bereits sehr präzisen Verfahren. Die Dicke über den gesamten Flapdurchmesser kann noch besser auf einem konstanten Wert gehalten werden, was für Patienten mit extremen Hornhautwerten (sehr steiler oder flacher Hornhaut) von Vorteil.
Zudem traten bei der Femto-LASIK bislang keine Schnittkomplikationen auf, die auch bei der herkömmlichen LASIK extrem seltenen sind wie sog. „Buttonholes“, „Free-Flaps“, unvollständige Schnitte oder dezentrierte Flaps. Nach derzeitigem Stand kann diese Methode daher als sehr sicher bezeichnet werden.
Dank der verbesserten Präzision beim Schneiden der Hornhautlamelle konnte die Einwachsrate der oberen Zellschichten in den Schnitt noch weiter reduziert werden. Die Hornhautlamellen zeigen direkt nach der OP eine bessere Haftung, was für den Heilungsverlauf eine wichtige Rolle spielt. Nachkorrekturen, die das Anheben des Flaps erfordern, sind dadurch etwas schwieriger.

external All-Laser Lasik (englisch)
external Femto-LASIK bei Optical Express
external Fragen zum Augenlasern
Femtosekunden-Laser zurück nach oben

Der Femtosekunden-Laser ist ein Infrarot-Laser und sendet eine Wellenlänge von 1053 nm aus. Durch ultrakurze Lichtpulse mit einigen 100 Femtosekunden (1 fs = Millionste Teil einer Milliardstel-Sekunde) können bei starker Konzentration auf einige Mikrometer (µm) Durchmesser kurzzeitig sehr hohe Energiedichten in einem kleinen Punkt erreicht werden. Zur Veranschaulichung der enormen Geschwindigkeit: Licht gelangt in einer Sekunde 7,5mal um die Erde, in einer Femtosekunde aber nur eine dreihundertstel Haardicke weit. Diese hohe Energiedichte erlaubt eine sehr präzise Bearbeitung im Bereich von wenigen µm auch in transparenten Materialien. Nur in diesem kleinen Punkt tritt dabei eine Wirkung für das Gewebe durch den Effekt der sog. Photodisruption auf, außerhalb der definierten Stelle bleibt das Gewebe unverändert. Aufgrund der kurzen Wechselwirkungszeit wird das umliegende Gewebe daher praktisch keiner Belastung ausgesetzt. Einen kompletten Schnitt in einer Ebene erreicht man nun, indem man Tausende dieser kleinen Fokuspunkte aneinander reiht. Dabei werden entsprechend viele winzige Luftbläschen erzeugt, die sich zu einem mikrometerfeinen Schnitt verbinden. Für diesen Schnitt wird ein Laser benutzt, dessen Wellenlängen im infraroten Spektralbereich liegen. Der Patient kann den Laserstrahl daher nicht sehen und bemerkt den eigentlichen „Schneideprozess“ nicht.

Der Femtosekunden-Laser wird heute in erster Linie für Schnitte im Inneren der Hornhaut z.B. zur Präparation der Hornhautlamelle (Flap) bei der LASIK eingesetzt. Der Femtosekunden-Laser ersetzt damit das Mikrokeratom (Präzisionsmesser), welches bisher üblicherweise für diesen Schritt verwendet wird. Die eigentliche Laserbehandlung erfolgt nach wie vor mit dem Excimer-Laser. Ein Vorteil des Femtosekunden-Lasers ist die präzisere Vorhersagbarkeit von Dicke und Größe des Flaps und die frei Wahl von Flapdicke, Flap- und Scharnierposition. Der Femtosekunden-Laser wird außerdem bei der Hornhauttransplantation eingesetzt.

Wikipedia “Femtosekundenlaser” bei Wikipedia
external Der Femtosekunden-Laser bei Optical Express
Flap zurück nach oben

Hornhautlentikel, der bei der LASIK durch das Einschneiden der Hornhaut mit einem Mikrokeratom entsteht. Er wird vor der Laserbehandlung aufgeklappt und anschließend wieder zugeklappt. Er schützt die entstandene Wunde wie ein körpereigenes Pflaster.

GOÄ, Gebührenordnung für Ärzte zurück nach oben

Gebührenordnung, die die Ziffern und Grundlagen für die Abrechnung vonärztlichen Privatleistungen festlegt.

Grüner Star oder Glaukom zurück nach oben

Meist chronische Augenerkrankung mit zeitweise oder dauernd erhöhtem Augeninnendruck, später häufig auch mit Sehnervenatrophie, Gesichtsfeldausfällen und Minderung der Sehkraft.

Halo zurück nach oben

Möglicher Nebeneffekt nach Laserchirurgie wie PRK oder LASIK. Um Lichtquellen erscheinen vergrößerte Lichthöfe, vor allem in der Dämmerung oder im Dunkeln.

Holmium-Laser zurück nach oben

Der Holmium-Laser ist ein heißer Laser. Er arbeitet mit einem Lichtstrahl im (unsichtbaren) Infrarotbereich, der Wärme ausstrahlt. Der Infrarotstrahl ist gut für Operationen am Auge geeignet, weil er ein punktgenaues Arbeiten ermöglicht. Die Wärmewirkung des Lichtstrahls bewirkt im Hornhautgewebe des Auges eine Änderung der Struktur. Während die Zellen wieder abheilen, schrumpfen sie. Diese Wirkung wird bei der Laser-Thermo-Keratoplastik eingesetzt, um Weitsichtigkeit zu korrigieren.

Honorarvereinbarung zurück nach oben

Festlegung des ärztlichen Honorars vor der Erbringung einer Privatleistung mit Festlegung der individuellen Steigerungssätze.

Hornhautepithel zurück nach oben

Mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel, welches die äußerste Schicht der Hornhaut bildet.

Hornhautverkrümmung zurück nach oben

Astigmatismus oder Stabsichtigkeit. Ist immer dann vorhanden, wenn die Hornhautoberfläche von der idealen Kugeloberfläche abweicht.

external linkLaserkorrektur der Augen bei Stabsichtigkeit

Hyperopie zurück nach oben

Weitsichtigkeit

Wikipedia “Weitsichtigkeit” bei Wikipedia
external Laserkorrektur der Augen bei Weitsichtigkeit
ICR, intrastromaler cornealer Ring zurück nach oben

Hauchdünne, bogenförmige Kunststoffsegmente, die am Rand der Hornhaut implantiert werden. Das Hornhautzentrum wird dabei nicht berührt.

IGEL zurück nach oben

Katalog der individuell zu finanzierenden Gesundheitsleistungen. Enthält dieärztlichen Leistungen, deren Bezahlung laut Bundesärztekammer nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Zu den IGEL zählen u.a. Glaukom-Früherkennungsuntersuchungen bei jungen Patienten bei fehlendem Verdacht und auch alle Verfahren der refraktiven Chirurgie. Hinweis: Behandlungen, die z.B. aufgrund von Spätkomplikationen notwendig sind, werden von den Kassen übernommen.

Indikation zurück nach oben

Im medizinischen Sinne: Voraussetzungen, die für einen bestimmten Eingriff/eine Behandlung sprechen.

Intra-LASIK oder LASIK ohne Messer zurück nach oben

Mit der Benutzung eines Femtosekunden-Lasers ist eine vollständige „nur-Laser“-Behandlung möglich, d.h. der LASIK-Flap und die Hornhautänderung werden ohne mechanische Geräte nur per Laser erzeugt. In den USA wurden mit dieser neuen Technik bereits mehr als 600.000 Eingriffe durchgeführt.

Die Vorteile
Mit einem Femtosekunden-Laser können die Dicke und der Durchmesser der Hornhautlamelle (Flap) für jeden Patienten individuell und präzise eingestellt werden.
Bereits die bisherige LASIK stellt ein überaus sicheres Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten dar. Die extrem seltenen Komplikationen konnten überwiegend auf den Flap-Schnitt zurückgeführt werden. Mit der Methode der Femto-LASIK kann diese geringe Rate weiter reduziert werden. Auch die Dicke des LASIK-Flaps ist noch besser definiert als beim konventionellen Keratom (Präzisionsmesser): Die Abweichungen zur vorgesehenen Dicke betragen nur noch 10µm statt 30µm. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist ca. 100µm dick. Insgesamt haben Studien eine 100fach höhere Genauigkeit der Schnitte gezeigt als beim bisherigen, bereits sehr präzisen Verfahren. Die Dicke über den gesamten Flapdurchmesser kann noch besser auf einem konstanten Wert gehalten werden, was für Patienten mit extremen Hornhautwerten (sehr steiler oder flacher Hornhaut) von Vorteil.
Zudem traten bei der Femto-LASIK bislang keine Schnittkomplikationen auf, die auch bei der herkömmlichen LASIK extrem seltenen sind wie sog. „Buttonholes“, „Free-Flaps“, unvollständige Schnitte oder dezentrierte Flaps. Nach derzeitigem Stand kann diese Methode daher als sehr sicher bezeichnet werden.
Dank der verbesserten Präzision beim Schneiden der Hornhautlamelle konnte die Einwachsrate der oberen Zellschichten in den Schnitt noch weiter reduziert werden. Die Hornhautlamellen zeigen direkt nach der OP eine bessere Haftung, was für den Heilungsverlauf eine wichtige Rolle spielt. Nachkorrekturen, die das Anheben des Flaps erfordern, sind dadurch etwas schwieriger.

external All-Laser Lasik (englisch)
external Femto-LASIK
Künstliche Linse (IOL) zurück nach oben

Eine Intraokularlinse (IOL) ist eine künstliche Linse im Auge. Meist wird sie nach Entfernung der natürlichen Linse im Rahmen der Operation des Grauen Stars implantiert. Es gibt aber auch sogenannte phake Intraokularlinsen, die im Rahmen der Korrektur einer Fehlsichtigkeit zusätzlich ohne Entfernung der natürlichen Linse implantiert werden. Die erste Intraokularlinse wurde von Harold Ridley 1949 implantiert. Aufgebaut ist eine Intraokularlinse aus der zentralen optischen Linse und der peripher anschließenden Haptik, die die optische Linse im Auge fixiert.

Keratokonus zurück nach oben

Hornhauterkrankung, bei der die Hornhaut mit der Zeit immer dünner wird. Durch den natürlichen Augeninnendruck wölbt sich die Hornhaut an der dünnsten Stelle kegelförmig vor. Die damit einhergehende irreguläre Hornhautverkrümmung nimmt zu.

Keratom oder Mikrokeratom zurück nach oben

Automatisches Präzisionsmesser, mit dem bei dem LASIK das Hornhautscheibchen zu 90% eingeschnitten (Flap) wird.

Kontraindikation zurück nach oben

Im medizinischen Sinne: Voraussetzungen, die einen bestimmten Eingriff/eine Behandlung verbieten.

Kurzsichtigkeit oder Myopie zurück nach oben

Meist ist das Auge zu lang gewachsen. Der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen liegt daher nicht auf, sondern vor der Netzhaut. In der Nähe sieht man scharf, etwas weiter entfernte Gegenstände können jedoch nur verschwommen erkannt werden.

Wikipedia “Kurzsichtigkeit” bei Wikipedia
LASIK (Laser in situ Keratomileusis) zurück nach oben

Das innovative Augenlaser-Verfahren LASIK wird seit über 20 Jahren in Europa und den USA zur Behandlung der Kurzsichtigkeit angewendet; die Erfahrungen mit Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sind etwas kürzer. Bis dato wurden ca. 30 Millionen Behandlungen durchgeführt.

Bei der LASIK-OP wird zunächst eine oberflächliche Hornhautschicht (90 bis 160 Mikrometer dünn), der so genannte Flap, teilweise eingeschnitten und weggeklappt. Dann wird das darunter liegende Gewebe – computergesteuert entsprechend der Fehlsichtigkeit – mit dem Laser abgetragen und die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie hält ohne Naht und passt sich genau der neuen Unterfläche an. Weitsichtigkeit kann mittels LASIK meist bis mindestens + 3 Dioptrien, Hornhautverkrümmung bis mindestens 3 Dioptrien und Kurzsichtigkeit bis zu – 10 Dioptrien mit großer Präzision behandelt werden, allerdings in Abhängigkeit von der Hornhautdicke. Bei höheren Werten als den o.g. ist oft ebenfalls eine Behandlung möglich, muss jedoch individuell abgeklärt werden. Der Berufsverband der Augenärztehat die LASIK-Behandlung der Hornhautverkrümmung bis zu 3 Dioptrien und der Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien wissenschaftlich anerkannt. Behandlungen über –12 Dioptrien sind nach der Auffassung des Verbandes abzulehnen.

external link “LASEK” bei Optical Express
Wikipedia “LASEK” bei Wikipedia
LASIK-Verfahren zurück nach oben

Das LASIK-Verfahren Das LASIK-Verfahren hat den breitesten Einsatzbereich innerhalb der refraktiven Operationen. In Europa und den USA wird es seit 15 Jahren zur Behandlung der Kurzsichtigkeit angewendet; die Erfahrungen mit Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung sind etwas kürzer. Ca. 30 Mio Behandlungen wurden bis dato durchgeführt.

Beim LASIK-Verfahren wird zunächst eine oberflächliche Hornhautschicht (90 bis 160 Mikrometer) teilweise eingeschnitten und weggeklappt (/lasik-verfahren.html). Dann wird das darunter liegende Gewebe – entsprechend der Fehlsichtigkeit – mit dem Laser abgetragen und die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie hält ohne Naht und passt sich genau der neuen Unterfläche an. Weitsichtigkeit kann meist bis mindestens + 3 Dioptrien, Hornhautverkrümmung bis mindestens 3 Dioptrien und Kurzsichtigkeit bis zu – 10 Dioptrien mit großer Präzision behandelt werden, allerdings in Abhängigkeit von der Hornhautdicke. Bei höheren Werten als den o.g. ist oft ebenfalls eine Behandlung möglich, muss jedoch individuell abgeklärt werden.

Der Berufsverband der Augenärzte hat die LASIK-Behandlung der Hornhautverkrümmung bis zu 3 Dioptrien und der Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien wissenschaftlich anerkannt. Behandlungen über –12 Dioptrien sind nach dessen Auffassung abzulehnen. Mehr Info

Wikipedia “LASIK” bei Wikipedia
external Laser Assisted In-Situ Keratomileusis (englisch)
external LASIK-Operation
Linsenchirurgie zurück nach oben

Einpflanzung einer zusätzlichen Linse (siehe auch Linsenimplantation) oder Austausch der körpereigenen Linse durch eine künstliche Linse.

external link“Intraokular-Linsen” bei Optical Express

Linsenersatz zurück nach oben

Austausch der körpereigenen, beim jungen Menschen meist noch klaren Linse gegen eine Kunstlinse.

external link“Intraokular-Linsen” bei Optical Express

Linsenimplantate zurück nach oben

Unter Beibehalt der körpereigenen Linse wird eine weitere Linse zur Korrektur der Fehlsichtigkeit in das Auge implantiert (siehe auch ICL, Artisan- und Nuvita-Linse).

Lokalanästhesie zurück nach oben

Unter Beibehalt der körpereigenen Linse wird eine weitere Linse zur Korrektur der Fehlsichtigkeit in das Auge implantiert (siehe auch ICL, Artisan-Linse, Nuvita-Linse).

external link“Intraokular-Linsen” bei Optical Express

Maßgeschneiderte Laserbehandlung (Customized Ablation) zurück nach oben

Zum Themenfeld “Customized Ablation” gehören z.B. die Wellenfronttechnologie, die Topographiegeführte LASIK oder die Aspherizitätsgesteuerte Ablation.
Ob Brille, Kontaktlinse oder herkömmliche Augen-Laserbehandlung: Alle Korrekturen der Fehlsichtigkeit beschränkten sich bis dato auf die Kurz-, Weitsichtig- und Stabsichtigkeit, also so genannte Brechungsfehler niedriger Ordnung. Eine individualisierte („customized“) Laserbehandlung erzielt im Vergleich zur herkömmlichen LASIK, Femto-LASIK, LASEK oder PRK mehr: Es wird sozusagen ein individueller Maßanzug geschneidert.

external link“komplexe Sehstörungen” bei Optical Express

Objektive Refraktion zurück nach oben

= Brechkraftbestimmung mittels automatischer Messung durch elektro-optische Systeme.

Optisches System (des Auges) zurück nach oben

Das optische System besteht aus Hornhaut, Linse und Glaskörper und lenkt ankommende Lichtstrahlen (Bilder, die wir sehen) so ab, dass sie in einem Brennpunkt zusammentreffen, der genau auf der Netzhaut liegt.

Pachymeter zurück nach oben

Gerät zur Bestimmung der Hornhautdicke – meist mittels Ultraschall, wobei immer häufiger auch optische Messsysteme Anwendung finden. Je höher die Fehlsichtigkeit, desto höher der notwendige Hornhautabtrag mit dem Laser. Die Vermessung der Hornhautdicke vor der Operation stellt sicher, dass die Hornhaut auch nach der LASIK noch stabil (dick) genug ist.

Phake Intraokularlinsen (PIOL) zurück nach oben

Mit Phake IOLs werden hohe Abweichungen von der Normalsichtigkeit (Ammetropien) behandelt, die durch Hornhautchirurgie nicht zu beheben sind. Dies geschieht unter Beibehaltung der Fähigkeit des Auges, sich auf Fern- bzw. Nahsicht einzustellen (Akkommodation). Für hohe Lichtbrechungsfehler im Auge ist die nachträgliche optische Qualität in der Regel hierbei deutlich besser als bei der Anwendung von anderen Hornhautverfahren.

external link“Intraokular-Linsen” bei Optical Express

Photorefraktive Keratektomie (PRK) zurück nach oben

Laserabtrag an der Hornhaut-Oberfläche mit dem Excimer-Laser. Der Excimer-Laser verändert schonend die Form der Hornhaut, ohne das angrenzende Gewebe zu beeinträchtigen. Das Eyetracking-System (Blickverfolgungssystem) sorgt dabei mehrere hundert Mal pro Sekunde für eine permanente Überprüfung der Laserstrahleinstellung. Die PRK ist die “Mutter” der LASIK-Methode und wird seit 1987 als Behandlungsmethode zur Korrektur von Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung mit dem Excimer-Laser angewandt. Bislang wurden weltweit ca. 3 Millionen Augenlaser-Behandlungen mit der PRK-Methode durchgeführt. Wegen der etwas größeren postoperativen Schmerzen und der längeren Heilungsdauer wurde die PRK vom LASIK-Verfahren fast völlig verdrängt.

Wikipedia “Photorefraktive Keratektomie” bei Wikipedia
external Photorefractive Keratectomy (englisch)
external Beschreibung der “PRK” Methode
Postoperativ zurück nach oben

Nach der Operation

Präoperativ zurück nach oben

Vor der Operation

Pupillometer zurück nach oben

Das Pupillometer ermöglicht die exakte Vermessung des Pupillendurchmessers – ob bei Helligkeit, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Dies ist besonders wichtig, da bei einer LASIK die dunkeladaptierte Pupille als minimales Maß für die Korrekturzone gewählt wird, um Nachtsichtprobleme zu vermeiden.

Radiäre Keratektomie (RK) zurück nach oben

Durch radiäre Schnitte mit einem Diamantmesser in die äußere Hornhaut wird die Hornhautmitte in ihrer Spannung entlastet und flacht sich ab. Wird aufgrund der Nebenwirkungen heute fast nie mehr verwendet.

Refraktive Chirurgie zurück nach oben

Überbegriff für alle operativen Verfahren zur Korrektur der Brechkraft des Auges.

Refraktiver Linsentausch (RLE) zurück nach oben

Beim RLE wird, wie bei der Operation des >Grauen Stars, die körpereigene klare Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. RLE ist die Methode der Wahl bei höheren Fehlsichtigkeiten. Sie kann jedoch nach ausführlicher Voruntersuchung und Aufklärung in allen Dioptrien-Bereichen sowie bei Astigmatismus angezeigt sein. Häufig wird das RLE-Verfahren zur Implantation einer multifokalen Intraokularlinse eingesetzt.
Der RLE eignet sich zur Korrektur bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit in allen Dioptrienbereichen sowie bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis ca. -12 Dioptrien.

Sammellinse zurück nach oben

Konvexe Linse, kommt bei Weitsichtigkeit zum Einsatz. Die Linse bündelt einfallende Lichtstrahlen, so dass das Bild weiter vorn auf der Netzhaut scharf abgebildet wird.

Sicca-Syndrom/Sicca-Symptomatik (= „Trockenes Auge“) zurück nach oben

= Tränensekretionsstörung, die sich in leichter Rötung des Auges und/oder Sandkorngefühl und leichter Ermüdbarkeit der Augen äußert. Lässt sich mit speziellen Nachbenetzungstropfen gut behandeln.

So entsteht der Laserstrahl zurück nach oben

Die Laserröhre ist ein Hochdruckbehälter mit zwei einander gegenüberliegenden Spiegeln und Elektroden zur Stromversorgung. Um sie in Betrieb zu setzen, füllt man die Laserröhre mit einem Gasgemisch. Verwendet wird eine Mischung aus Edelgasen (Argon, Xenium, Krypton) und Halogenen (Fluor und Chlor), versetzt mit einem „Trägergas“. Das Gas wird durch die hohe Zufuhr von Strom (rund 30000 Volt) in eine starke Spannung versetzt. Ist es mit hoher Energie aufgeladen, entlädt es sich wieder: Es gibt die Energie in Form von Licht ab. Bündelung durch Spiegel: Das vom Gas abgegebene Licht wird in der Laserröhre durch die zwei Spiegel hin und her geworfen und verstärkt, dann tritt es als energiereicher Strahl aus der Röhre aus. Das Gas dagegen fällt in seinen energiearmen Ausgangszustand zurück und kann wieder neu aufgeladen werden. Da der Strom dem Gas gleichmäßig zugeführt wird, sind auch die Energieentladungen äußerst gleichmäßig. Bis zu 500 Entladungen pro Sekunde machen den Laserstrahl zu einem höchst präzisen Arbeitsinstrument.

Sphäre (Sph) zurück nach oben

Maßeinheit zur Angabe der Dioptrien-Werte. Kurzsichtigkeit wird in negativen Werten angegeben (z.B. 5,75 dpt. kurzsichtig), Weitsichtigkeit in positiven Werten (z.B. +3,5 dpt. weitsichtig).

Stabsichtigkeit (Astigmatismus oder Hornhautverkrümmung) zurück nach oben

Eine Stabsichtigkeit ist immer dann vorhanden, wenn die Hornhautoberfläche von der idealen Kugeloberfläche abweicht.

Wikipedia Artikel “Stabsichtigkeit” bei Wikipedia
external Beschreibung “Stabsichtigkeit” bei Optical Express
Subjektive Refraktion zurück nach oben

Brechkraftbestimmung mittels Patientenbefragung vor Korrekturgläsern.

Tonometrie zurück nach oben

Augeninnendruckmessung.

Topographie zurück nach oben

Höhen- und Krümmungsdarstellung der Hornhautoberfläche des Auges.

external link“Voruntersuchung” bei Optical Express

Topographiegeführte LASIK zurück nach oben

Neben der wellenfrontgeführten Augenlaser-Operation eine weitere Art der „Customized Ablation“. Durch sie können auch Brechungsfehler, die durch Vernarbung oder nicht regulären Heilungsverlauf nach einer Laserbehandlung entstanden sind, vermindert oder nachbehandelt werden. Die Topographie kann auch noch starke Unebenheiten der Hornhaut, die mit dem Aberrometer nicht mehr erfassbar sind, scannen und in entsprechende Behandlungsmuster umsetzen. So können z.B. hohe irreguläre Astigmatismen nach Hornhauttransplantationen korrigiert werden. Die Betrachtung des Krümmungsverlaufs der Hornhaut, der Asphärizität, ist ein weiterer Ansatz zur Individualisierung und zur Verbesserung der optischen Abbildungsqualität. Bei der sogenannten Q-LASIK kann z.B. der Wert für das Maß der Asphärizität (der so genannte Q-Faktor) vorgewählt werden. Je nach Augenlänge sind hier unterschiedliche Zielfaktoren ideal. Diese Methode scheint besonders große optische Zonen zu ermöglichen und ist daher für Patienten mit großen Pupillen eine mögliche Methode der Wahl.

Topolink zurück nach oben

Individuelle Laserkorrektur eines Brechkraftfehlers unter Berücksichtigung der Hornhauttopographievermessung des Patientenauges im Bereich der zu erzielenden optischen Zone. Es wird die Flächenbrechkraft der Hornhaut über die gesamte optische Zone korrigiert.

Visus zurück nach oben

Von Ärzten benutzte Bezeichnung für Sehschärfe, wird in logarithmischen Linien angegeben.

Wellenfront zurück nach oben

Seit einiger Zeit ist es möglich, das auf die Netzhaut projizierte Bild von außen mit einem Sensor aufzunehmen und darzustellen. Wird diese Abbildung mit dem Original verglichen, so können Abbildungsfehler auch höherer Ordnung berechnet werden. Für die Untersuchung des menschlichen Auges werden Aberrometer verwendet. Es gibt verschiedene Messprinzipien. Beim sog. Hartmann Shack Sensor z.B. wird ein Laserlicht mit geringer Energie auf die Netzhaut gerichtet, von hier reflektiert und durch Linse und Hornhaut wieder nach außen projiziert. Im Aberrometer (=Wellenfrontmesser) wird dieser Lichtstrahl oder diese Wellenfront durch ein Linsen-Array-System (siehe Abb. unten), bestehend aus über 100 Lenslets, auf einen CCD-Sensor abgebildet. Dieser Sensor bildet die durch Aberration “verzogene” Wellenfront als Gitternetz mit unterschiedlichen Intensitäten ab. Diese Abweichungen von der Idealdarstellung werden gemessen und können mit Hilfe eines rechenintensiven, aufwendigen Korrekturprogramms “geglättet” werden.

Wellenfront-Messung zurück nach oben

Dank innovativer Messmethoden ist es seit einiger Zeit möglich, das auf die Netzhaut projizierte Bild von außen mit einem Sensor aufzunehmen und darzustellen. Wird diese Abbildung mit dem Original verglichen, so können Abbildungsfehler auch höherer Ordnung berechnet werden. Für die Untersuchung des menschlichen Auges verwendet man Aberrometer. Es gibt verschiedene Messprinzipien. Beim sog. Hartmann Shack Sensor z.B. wird ein Laserlicht mit geringer Energie auf die Netzhaut gerichtet, von hier reflektiert und durch Linse und Hornhaut wieder nach außen projiziert. Im Aberrometer (= Wellenfrontmesser) wird dieser Lichtstrahl oder diese Wellenfront durch ein Linsen-Array-System, bestehend aus über 100 Lenslets, auf einen CCD-Sensor abgebildet. Dieser Sensor bildet die durch Aberration “verzogene” Wellenfront als Gitternetz mit unterschiedlichen Intensitäten ab. So mist man diese Abweichungen von der Idealdarstellung und kann diese mit Hilfe eines rechenintensiven, aufwändigen Korrekturprogramms “glätten”.
Ein Beispiel: Stellen wir uns einen Sternenhimmel vor. Ohne die trennende Atmosphäre könnten wir das Weltall perfekt sehen, würden Sterne als klare runde Punkte wahrnehmen. Aber so ist es eben nicht. Optische Verzerrungen im Weltall lassen die Sterne flimmern, verzerren diese und verhindern die Wahrnehmung kleinster Himmelskörper. Das heute schärfste und genaueste Fernrohr ist das Hubble-Teleskop. Es verfügt über eine ganz spezielle, wellenfront- bzw. aberrometriekorrigierte Optik, die uns erlaubt das All mit vorher unerreichter Klarheit zu beobachten. Das Auge ist nicht viel anders. Linse, Hornhaut und Augenlänge sind nur drei der vielen Faktoren, die die Qualität der Abbildung beeinflussen. Diese Faktoren konnten bisher nicht mit herkömmlichen optischen Linsen beeinflusst werden. Die Wellenfront-Technologie kann nun auch im Auge angewandt werden und so alle Fehler des optischen Systems erfassen und korrigieren.
Die ersten wellenfrontgeführten Augenoperationen wurden 1999 in Dresden von einem Team um Professor Seiler durchgeführt. Dies war der Beginn der individuell maßgeschneiderten LASIK. Die ersten auffälligen Effekte waren postoperative Sehschärfenwerte von bis zu 200%; normalsichtige Augen können 120-160% erreichen. Es brach eine Begeisterungswelle aus und die “Operation Adlerauge” beschäftigte die Medien. Mittlerweile ist das verbesserte Dämmerungssehen als Hauptvorteil der Methode erkannt worden. Patienten mit hohen Aberrationen profitieren daher eher von einer solchen Behandlung als solche mit kleinen Wellenfrontfehlern. Der postoperative Heilverlauf verhindert jedoch die vollständige Behebung aller Fehler. Manche Aberrationen haben auch positive Nebeneffekte – z.B. Verbesserung der Tiefenschärfe. Es ist noch nicht sicher geklärt, ob unsere Messungen die subjektiv empfundene Seherfahrung hinreichend beschreiben und wie Aberrationen von unserem Gehirn ausgeglichen werden können. Insgesamt stellt die neue “Wellenfront-Technologie” eine Bereicherung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten dar. Menschen mit besonders stark ausgeprägten Brechungsfehlern höherer Ordnung (s. auch irreguläre Stabsichtigkeit S.29) werden inzwischen erfolgreich mit der Wellenfronttechnologie behandelt.
Nur nach Durchführung diverser spezifischer Untersuchungen und Einbeziehung aller sonstiger Befunde kann entschieden werden, ob überhaupt und welche Art von “Customized Ablation” für den Patienten sinnvoll sein könnte. Insgesamt ist die Individualisierung und Verfeinerung des Augenlaserns einer der größten Fortschritte der letzten Jahre.

YAG-Laser zurück nach oben

Dieser Festkörperlaser kann an bestimmten Stellen im Augeninneren kleine Gewebezerreißungen erzeugen, ohne nahe gelegene andere Strukturen zu beschädigen. Daher eignet er sich z.B. zur Behandlung des Nachstars.

Zerstreuungslinse zurück nach oben

=Konkavlinse, kommt bei Kurzsichtigkeit zum Einsatz. Das scharfe Abbild wird durch Streuung nach hinten auf die Netzhaut geschoben.

Zylinder (Zyl) zurück nach oben

Gibt den Wert einer Hornhautverkrümmung in Dioptrien an, z.B. 1,5 dpt. Hornhautverkrümmung. Positives oder negatives Vorzeichen spielt hier keine Rolle.

Überkorrektur, Unterkorrektur zurück nach oben

Überkorrektur = Überschießender Effekt der Operation. Patient, der z.B. kurzsichtig war, ist jetzt geringfügig weitsichtig, es besteht ein Restsehfehler, der mit einer Nachbehandlung korrigiert werden kann.

Unterkorrektur=nicht ausreichender Effekt infolge der Laserbehandlung, es besteht ein Restsehfehler, der mit einer Nachbehandlung korrigiert werden kann.

external linkHäufige Fragen bei Optical Express

Welche Methoden gibt es?

Durch eine Laserbehandlung korrigierbare Fehlsichtigkeiten sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit.

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Alle bei Optical Express tätigen Augenchirurgen sind hochqualifizierte Experten auf dem Gebiet der Augenlaserbehandlung. Wenn in unseren Informationsschriften und hier auf der Webseite die Rede ist von “unseren” Augenärzten oder den “bei uns” tätigen Augenärzten-in allen landläufig bekannten anderen Bezeichnungen und mit Hinweis auf Augenärzte auf unseren Medien- , dann können Sie sicher sein, dass der Arzt voll und persönlich verantwortlich ist für seine ärztliche Tätigkeit. Er/Sie handelt stets als privatärztlich niedergelassener Arzt gemäß der Berufsordnung für Ärzte und liquidiert seine/ihre Leistungen über Optical Express als ausgewählte Abrechnungsstelle auf seinen/ihren eigenen Namen und Rechnung.