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Augen Tracking Technologie

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Augen-Tracking klingt zwar eher wie etwas aus einem Science-Fiction-Film, ist jedoch bereits heute weit verbreitet und wird in naher Zukunft wohl eine noch größere Rolle spielen.

Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass Augen-Tracking nicht dasselbe ist wie Augen-Scanning, das oftmals zu Identifizierungszwecken eingesetzt wird, insbesondere in Bereichen oder Situationen, in denen strenge Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind. Filme wie Minority Report, Charlie’s Angels und Gattaca zeigen diese Einsatzmöglichkeit.

Augen-Tracking in der Forschung

Demgegenüber findet Augen-Tracking hauptsächlich unter experimentellen Gegebenheiten statt, die komplexe und aufwendige Versuchsanordnungen sowie teure Gerätschaften erfordern. Mithilfe dieser Untersuchungen wollen Wissenschaftler ein genaueres Verständnis des visuellen Systems gewinnen. Die Erkenntnisse haben Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche wie Psychologie, kognitive Sprachwissenschaft bis hin zu Marketing.

Augen-Tracking in der Wirtschaft

Auch im kommerziellen Sektor wächst das Interesse an der Augen-Tracking-Technologie, mit deren Hilfe ermittelt werden kann, wie Kunden einzelne Materialien wahrnehmen und darauf reagieren. Üblicherweise werden die Testpersonen dabei bestimmten Reizen ausgesetzt, wie z. B. einer Website, einer Fernsehsendung, einem Werbespot, einer Zeitung, einer Verpackung oder einem Softwareprogramm. Die Augen-Tracking-Technologie liefert Informationen, die analysiert werden können, um die Wirkung des Stimulus zu ermitteln. Potenziell könnte diese Vorgehensweise Organisationen beispielsweise bei der Entscheidung zwischen zwei konkurrierenden Prototypen helfen.

Augen-Tracking in der Medizin

Abgesehen von der Forschung kommt das Augen-Tracking auch in der modernen Medizin in Verbindung mit unterschiedlichen Augenlasern zum Einsatz, obwohl sich viele dessen nicht bewusst sind. Beim Augenlasern wird eine Software verwendet, die sicherstellen soll, dass die Bewegung des Auges das Verfahren nicht beeinträchtigt. Viele Patienten sind nervös vor dem Eingriff, insbesondere da es schwierig ist, das Auge für längere Zeit absolut still zu halten. Doch es besteht kein Grund zur Sorge, denn hier schafft die Software Abhilfe. Die Tracking-Vorrichtungen arbeiten mit einer sehr hohen Frequenz, um zu gewährleisten, dass die natürliche Augenbewegung kompensiert wird und das Auge während der Operation optimal ausgerichtet bleibt.

Neuartige Interaktion

Augen-Tracking wird auch verwendet, um die Verständigung und die Computernutzung für Menschen mit Lähmungen zu erleichtern. Der Franzose Jean-Dominique Bauby wurde dadurch berühmt, dass er seinen Roman “Schmetterling und Taucherglocke” komplett durch das Zwinkern seines linken Auges diktiert hatte. Mit solchen Technologien werden derart anstrengende Arbeiten überflüssig.

Auch das Automobilgewerbe könnte von der Entwicklung der Augen-Tracking-Technologien profitieren. Mithilfe dieser Technologien im Auto ließen sich etwa die Konzentration und Wachsamkeit des Fahrers überwachen, so dass bei Anzeichen für Unachtsamkeit sofort eingegriffen werden könnte. Damit wäre es möglich, die Anzahl der Verkehrsunfälle beträchtlich zu senken, da Müdigkeit mit zu den häufigsten Unfallursachen gehört.

Zukünftige Einsatzmöglichkeiten

Angesichts der wachsenden Popularität von Geräten wie dem Kindle und dem iPad haben die Technologien, die sich derzeit im Entwicklungsstadium befinden, das Potenzial, das Leseverhalten von Grund auf zu verändern und es interaktiver als je zuvor zu gestalten. Mit solchen Technologien könnten der Lesefortschritt überwacht oder Erklärungen für Begriffe, über die man stolpert, angeboten werden. Sie könnten die Stelle auf der Seite anzeigen, an der man mit dem Lesen aufgehört hat, oder auf Referenzmaterialien zu dem Thema verweisen, auf das die Augen gerade gerichtet sind. Zwar sind diese Technologien noch nicht in den derzeit erhältlichen e-Lesegeräten enthalten, doch werden zukünftige Versionen höchstwahrscheinlich einmal damit ausgestattet sein.

Die Technologie ließe sich auch auf das Fernsehen anwenden. Derzeit wird eine neue Technologie in das Netz des Kabelanbieters Orange implementiert, die auf Bewegungen des Zuschauers reagiert, so dass die Suche nach der Fernbedienung der Vergangenheit angehört. Da ist es nicht undenkbar, dass sich diese Technologie eines Tages nur durch einfache Augenbewegungen des Zuschauers steuern lässt. Dies böte auch potenzielle Vorteile für Werbetreibende und Kabelunternehmen, die diese Technologien dazu nutzen könnten, um genau zu überwachen, wie viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt zugeschaltet sind und wie aufmerksam sie auf Sendungen und Werbespots reagieren. Die Nutzung solcher Daten bringt natürlich zahllose Datenschutz- und andere rechtliche Fragen mit sich.

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